Archive for October, 2009
WWF-REPORT: GRAVIERENDE SCHÄDEN FÜR LOKALE BEVÖLKERUNG UND TIERWELT AN MADAGASKARS KÜSTE
Tonnen von Giftmüll, die nach der Havarie eines türkischen Frachters im August vor Madagaskar, ausgetreten sind, haben ein Walsterben und weitreichende Schäden für die Bevölkerung und Umwelt verursacht. Laut eines aktuellen WWF-Reports gleichen einige Strandabschnitte regelrechten Todeszonen. Allein im Monat September strandeten neun Wale an der Küste, an der normalerweise drei tote Wale im Jahr verzeichnet werden. Die Einwohner der Region leiden unter Atemwegserkrankungen, Durchfall und Hautkrankheiten.
39.000 Tonnen Phosphat, 568 Tonnen Öl, 66 Tonnen Diesel und 8000 Liter Schmierstoffe sind aus dem Wrack des verunglückten türkischen Frachter Gulser Ana ins Meer geflossen. Der Unfall ereignete sich zur Wurfzeit in einem Meereskorridor der zur Kinderstube der Buckelwale führt, da die bedrohten Meeressäuger
vor der Insel La Reunion ihre Jungen zur Welt zu bringen. “Wie Menschen auch leiden die Wale jetzt unter Atemwegsproblemen, die von Dieselausdünstungen verursacht werden. Wenn sie durch einen giftigen Ölteppich auftauchen, um Luft zu holen, führt die Verstopfung der Atemwege oft zum Tod der Wale”sagt Stephan Lutter, WWF Experte für Meeresschutz.
Die Schäden für Bevölkerung und Tierwelt in der gesamten Küstenregion Faux Cap sind nach WWF Einschätzung besorgniserregend und beeinträchtigen das Ökosystem vermutlich langfristig. Zunehmende Eutrophierung und Veränderungen in der Nahrungskette, lassen sich bereits feststellen. “Der aus dem Wrack
ausgetretende Phosphor wirkt wie Dünger, führt zu einem Algen-Boom und entzieht den betroffenen Gewässern Sauerstoff. Als Resultat könnten einige Fischarten und Mollusken verschwinden” so Stephan Lutter. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung, denn 25 – 40 % der Menschen in der Region erwirtschaften ihren Lebensunterhalt durch Fischerei und leiden bereits jetzt unter einem dreimonatigen Fischereiverbot.
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EU-PLÄNE SIND GEFAHR FÜR DIE LETZTEN GROSSEN AUENLANDSCHAFTEN ZENTRALEUROPAS. / FINALER TODESSTOSS FÜR GRÜNE DONAU: BIS ZU 200 INSELN DROHEN ZU VERSCHWINDEN.
Über 1000 Kilometer der Donau sollen nach den Plänen der EU für die Schifffahrt ausgebaggert, reguliert oder gestaut werden. “Aus einem grünen Flusskorridor quer durch Europa soll eine begradigter Schiffs-Highway werden”, warnt Dorothea August vom WWF anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Donau-Kartenatlas. Nach der Auswertung von Sattelitenaufnahmen und historischem Kartenmaterial kommt der WWF zu dem Ergebnis, dass allein an der unteren Donau bereits 80 Prozent der ursprünglichen Auenlandschaften und Lebensräume zerstört wurden. Sollten die derzeitigen EU-Pläne umgesetzt werden, würden weitere einmalige Naturreservate mit seltenen Tier- und Pflanzenarten vernichtet werden. Allein an der unteren Donau drohten bis zu 200 Inseln, die größte davon mit einer Fläche von 400 Hektar, durch die Pläne der europäischen Union als Lebensraum zu verschwinden.
“Die Umsetzung der EU-Pläne wären eine ökologisches Desaster für Zentral- und Osteuropa”, warnt WWF-Referentin Dorothea August. Gefährdet wären demnach mehrere internationale Großschutzgebiete, deren weltweite Bedeutung gleichbedeutend mit dem Amazonasgebiet oder der Serengeti sei. Von den Planungen
betroffen wären die Donaulandschaft zwischen Straubing und Vilshofen in Deutschland und große Abschnitte der Mittleren Donau in Ungarn, Kroatien und Serbien. Als “besonders gravierend” stuft der WWF die geplanten Ausbauten an der Unteren Donau in Rumänien und Bulgarien ein. Hier sollen ganze Seitenarme
abgetrennt, Uferbefestigungen geschaffen und das Flussbett durch Dämme und Schwellen verengt werden. Hinzu komme das regelmäßige Ausbaggern der Fahrrinne. “Der WWF befürchtet verheerende Folgen für die einmalige biologische Vielfalt der Region”, sagt Dorothea August. So könne etwa der Beluga-Störe dann nicht mehr flussaufwärts zu seinen Laichgebieten wandern. Auch Pelikane und zahlreiche seltene Vogelarten, Sumpfschildkröte und Fischotter seien bedroht.
Das EU-Ausbauprojekt ist nach Ansicht des WWF die Fortführung einer umweltfeindlichen Ausbaupolitik, die bereits vor 1990 in den damaligen Ostblockstaaten ihren Ursprung hat. Alleine die Versuche, das gigantische Donau-Delta, mit einer Gesamtfläche von 4.178 Quadratkilometern, landwirtschaftlich nutzbar zu machen, vernichteten fast ein Fünftel der wertvollen Naturflächen. “Sollte die EU ihr Ausbauvorhaben tatsächlich umsetzen, wäre das der finale Todesstoß für die grüne Donau”, warnt Dorothea August.
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Ölteppich erstickt Artenvielfalt in Timorsee
WWF-EXPEDITION UNTERSUCHT ÖKOLOGISCHE SCHÄDEN AUSTRALIENS GRÖSSTER ÖL-KATASTROPHE
Mehr als zwei Millionen Liter Rohöl sind seit dem Bohrunfall auf einer australischen Förderplattform in der Timorsee bisher ausgetreten und bedrohen eine der artenreichsten marinen Ökoregionen Australiens. Eine dreitägige Forschungsexpedition des WWF in die Unglücksregion erfasste Hunderte von Delfinen, Seevögeln und Meersschildkröten inmitten des giftigen Ölteppichs 200 Kilometer vor der Küste. Innerhalb von zwei Monaten scheiterten
drei Versuche, das Leck an der Plattform zu schließen. Nach Schätzungen der Betreiber treten in der ökologisch sensiblen
Region weiterhin täglich ungehindert 300-400 Barrel Öl aus.
“Die Tierwelt dieser artenreichen Region stirbt schon jetzt, kritisch sind aber vor allem die langfristigen Schäden, die ein solch massiver und dauerhafter Ölaustritt verursacht” sagt Stephan Lutter, Experte für Meeresschutz des WWF. “Öl kann still und langsam töten, die Nachwirkungen der Exxon-Valdez Katastrophe sind noch heute zu erkennen.” In der untersuchten Region sind mindestens fünf Arten von Meeressäugern, 17 Seevogelarten und Meeresreptilien wie die vom Aussterben bedrohen Echten Karettschildkröten und australische Suppenschildkröte der tödlichen Gefahr ausgesetzt.
Der WWF warnte, dass die steigende Anzahl von Offshore Öl- und Gasförderungen in sensiblen Regionen wie der Timorsee ein unkalkulierbares Risiko für das marine Leben darstelle. Auch mit den aktuellen Erweiterungsplänen der Öl- und Gasförderung im Nord-Ost Atlantik und in der Barentssee sei eine gesteigerte
Unfallgefahr verbunden, die alle nordeuropäischen Anrainerstaaten betreffe. “In den hiesigen Konfliktzonen wie der Barentssee und der Norwegischen See muss Naturschutz Priorität vor kurzfristigen Förderinteressen bekommen, um industrielle Schäden am Ökosystem Meer zu vermeiden” sagte Stephan Lutter.
Entscheidend sei außerdem eine konsequente Einhaltung der bestehenden Vorschriften.
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Color My Dive World
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ICON HD is a true full-color display computer. The screen is made using LCD (Liquid Crystal Display) with TFT (Thin Film Transistor) technology.
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During the dive besides the standard display mode EXTENDED, divers can switch to a second dive mode called PROFILE, in which ICON HD processes and shows the full dive profile in real time. The computer’s memory allows the storage of images and photos, including digital maps of diving spots.
ICON HD is already available! Air integration upgrade will be available from spring 2010.

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Looking forward to hearing from you!
All of us,
Greenpeace International
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Greenpeace International

Klimawandel im Internet
WWF UNTERSTÜTZT UNO UND GOOGLE EARTH BEI KLIMASCHUTZPROJEKT
Mit einem aufwendigen Internet-Projekt machen die UNO und Google
Earth ab sofort den Klimawandel greifbar. In zahlreichen animierten
Videotouren durch Google Earth erleben Internetnutzer, wie der
Klimawandel abläuft und was wir tun können, um die Erwärmung der
Erde zu stoppen. Zahlreiche 3D-Animationen, Videos und Fotos
illustrieren die Ursachen und Folgen des Klimawandels rund um den
Globus und zeigen konkrete Gegenmaßnahmen auf.
Der WWF ist ab heute mit einer virtuellen Tour “The Dams of
Sebangau” durch sein Klimaschutzprojekt im Nationalpark Sebangau
auf Borneo beteiligt. Neben dem WWF stellen weitere
Nichtregierungsorganisationen, Städte, Universitäten, Regierungen
und Firmen aus der ganzen Welt ihre Klimaschutzprojekte vor. Unter
den Sprechern der Touren finden sich auch viele prominente
Klimaschützer wieder. So konnte beispielsweise
Friedensnobelpreisträger Al Gore als Sprecher gewonnen werden.
“Die Touren sollen Klima- und Naturschutz anschaulich machen und
darüber hinaus einen direkten Kommunikationsweg zwischen
Öffentlichkeit und Entscheidungsträgern herstellen”, so Benjamin
Kott von Google. “Wir freuen uns, dass der WWF mit seiner Tour
durch die Torfmoorwälder dabei ist, schließlich gehören sie zu
den größten Kohlenstoffspeichern der Erde”.
Der fünfminütige WWF-Beitrag mit einem Rundflug durch den
Nationalpark Sebangau auf Borneo veranschaulicht die Zerstörung der
Torfmoorwälder auf der indonesischen Insel, die damit verbundenen
Auswirkungen auf den Klimawandel und die Gegenmaßnahmen des WWF.
Torfmoorwälder wachsen auf mächtigen Torfschichten und speichern
bis zu 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große Fläche
Regenwaldes ohne Torfboden. Ihre Zerstörung ist in Bezug auf den
Klimawandel eine tickende Zeitbombe.
Der WWF arbeitet im Nationalpark Sebangau zusammen mit der lokalen
Bevölkerung an der Wiedervernässung und Aufforstung der
Torfmoorwälder. So werden dort beispielsweise Dämme gebaut, um den
Grundwasserspiegel wieder anzuheben oder Wälder wieder
aufgeforstet. Im laufenden WWF-Projekt werden derzeit mehr als
50.000 Hektar Torfböden wieder vernässt. Es wird geschätzt, dass
sich daraus eine Emissionsreduktion von mehr als 1 Million Tonnen
CO2 pro Jahr ergibt.
“Noch nie wurde der Klimawandel so umfassend visualisiert”, so
WWF Geschäftsführer Eberhard Brandes. “Der Klimawandel ist für
viele Menschen noch immer sehr abstrakt. Die Google-Klimatouren
helfen, ihn zu verstehen und geben Anregungen, wie sich jeder
einzelne im Kampf gegen den Klimawandel engagieren kann.”
Bis zum Kopenhagener Klimagipfel im Dezember werden die
verschiedenen Touren gestaffelt online gestellt. Zusammen werden die
Touren dann allen Delegierten gezeigt. Zusätzlich zu Google Earth,
werden alle Touren auch bei Youtube auf dem Kanal “Raise your
voice” gezeigt. Hier können User sich die Touren ansehen sowie
auch ihre eignen Videos zum Thema Klimawandel beisteuern.
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Take Action for the Whales!
Hello Friends,
Whales need our help. Last year Japanese whalers killed almost 700 whales in the Antarctic. This year, they plan to kill more by expanding their hunt to include humpback whales.
President Obama will be in Japan next month. TAKE ACTION: Urge him to talk about whale conservation with the new Japanese Prime Minister.
We have to do something to help the whales before the hunting season begins.
Reasoning, diplomacy and direct action have all failed to stop the hunt so far. Fishing interests that control whaling in Japan simply ignore all critics.
But, we can’t give up now. We have to keep pressuring Japan leaders until the whales are saved.
LEARN MORE AND TAKE ACTION NOW!
For the whales,
Phil Kline
Oceans Campaigner

Trotz Panzer in höchster Gefahr
WWF EMPFIEHLT DOKU-DRAMA ÜBER DIE REISE DER SCHILDKRÖTEN “TORTUGA” (KINOSTART 1. 10.)
Meeresschildkröten bevölkerten schon vor über 200 Millionen
Jahren die Ozeane der Erde. Die Dinosaurier haben sie überlebt, ob
sie die Plünderung der Meere durch rücksichtslose
Fischereimethoden überstehen, ist ungewiss. Der WWF schätzt, dass
jedes Jahr eine viertel Million Schildkröten an den Haken der
Langleinenfischerei verenden oder in den Netzen der industriellen
Fischerei grausam als so genannter Beifang ersticken.
Die Fischerei ist die größte Bedrohung für das Überleben der
Schildkröten, aber im Laufe ihres Lebens lauern auf die
faszinierenden Tiere noch andere Gefahren. Einige davon thematisiert
der Film “Tortuga”, der am 1. Oktober in Deutschland in die
Kinos kommt. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine
beeindruckende Reise einer “Caretta Caretta”, der so genannten
Unechten Karettschildkröte.
Die Tiere können über 50 Jahre alt und über zwei Zentner schwer
werden. Im Laufe ihres Lebens legen sie tausende Kilometer zurück
bis sie nach 25-35 Jahren zur Eiablage wieder an den Strand
zurückkehren, an dem sie einst geschlüpft sind.
Der Film zeigt in faszinierenden Bildern die Lebensgeschichte einer
weiblichen Meeresschildkröte und sensibilisiert die Zuschauer mit
aufregenden Bildern für die Zerbrechlichkeit des Lebensraums Meer.
“Den Machern des Films ist es gelungen, dass der Film trotz seiner
emotionalen Botschaft auf biologisch korrekten Fakten basiert, “so
Birgit Braun, Artenschutzreferentin beim WWF Deutschland. Die
Biologin ist von dem Doku-Drama beeindruckt: ” Der Film zieht die
Zuschauer mit seinen atemberaubenden Aufnahmen in den Bann und
zeigt, wie aufregend und spannend das Leben einer Meeresschildkröte
ist. Er ist ein eindringliches Plädoyer für den Erhalt unsere
Meere.”
“Tortuga – Die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte”
ist ein Kinoerlebnis für die ganze Familie. Die Zuschauer leisten
mit ihrem Kinobesuch zugleich einen kleinen Beitrag zum Überleben
der tierischen Protagonisten. Zwei Cent von jeder Eintrittskarte
fließen an den WWF. Davon werden u.a. schonende Fischereimethoden
entwickelt. Dazu gehören z.B. so genannte Rundhaken. Sie sind
bereits seit einiger Zeit in der Langleinenfischerei im Einsatz.
Schildkröten können sich von diesen speziell gekrümmten
Angelhaken wieder befreien, Fische beißen hingegen weiter an. Auf
diese Art kann der Beifang um bis zu 90 Prozent verringert
werden.
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