Auf den Hund gekommen
August 1st 2010 Posted at Sizilien
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Flensburgerin engagiert sich für private deutsche Tierhilfe-Organisation auf Sizilien
Müllhaufen und verwahrloste Hunde auf Sizilien. Das sind die Schattenseiten der Trauminsel in Italiens Süden. Eigentlich wollten Petra und Jonny Schmidt ein Ferienhaus kaufen. Stattdessen gründeten sie in Biancavilla ein Hilfsprojekt für die verwilderten Vierbeiner: die Casa Nostra.
Die Tierhilfe rettet verwahrloste Hunde von den Straßen und päppelt sie wieder auf. Sie bekommen alle nötigen Impfungen und werden entwurmt. Die Hunde werden dann nach Deutschland vermittelt. Flugpaten begleiten die Tiere und die neuen Besitzer können sie am Flughafen abholen.
Die in Flensburg lebende Sizilianerin Mie Runte ist von dem Konzept Casa Nostra überzeugt und hat in Flensburg einen Brückenkopf für das Projekt gebildet. Sie sucht Flugpaten, Spender und natürlich Menschen, die einen Hund aufnehmen möchten. “Wir brauchen wirklich jede Unterstützung!”, sagt sie.
Stefan Bott ist Mitarbeiter der Casa Nostra. Er begleitete vergangene Woche einen Vierbeiner auf den Weg in ein angenehmeres Hundeleben, das Mie Runte vermittelt hat. “Wir hatten schon viele schlimme Fälle. Ein Hund hatte eine ein-gewachsene Kette, die durch Maul und Hals ging”, erzählt er. “Durch eine OP konnten wir die Kette entfernen und das Tier in eine liebevolle Familie vermitteln.
Die tierlieben Schmidts aus dem Westerwald haben größtenteils durch den Einsatz ihres Privatvermögens an den Hängen des Ätna ein 5000 Quadratmeter großes Heim mit sechs großen und zwei kleinen Gehegen für 30 Hunde gebaut. Mit 50 Mitgliedern wird die Casa Nostra durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Allein die Kosten für die Medikamente und die Versorgung betragen monatlich rund 3.000 Euro.
Von bislang 50 Hunden konnten zehn nicht vermittelt werden weil sie krank oder erblindet sind. Oft werden Kindergärten und Schulen aus Sizilien eingeladen, um die Kinder zu sensibilisieren. Denn die Sizilianer zeigen sich nicht gerade als Tierfreunde. Stefan Bott bedauert das: “0ft liegen tote Hunde einfach auf der Strafie und niemanden interessiert es. Wenn es Jemanden stört, wird einfach eine Plane drüber gelegt.”
Mie Runte hat ebenfalls einen Hund von der Casa Nostra erworben. “Lily ist mein Ein und Alles”, erzählt sie. Sie konnte erfolgreich einen Casa-Nostra-Kostgänger weiter vermitteln. “Es ist schon zu sehen, dass die Hunde in liebevolle Hànde kommen.” Fur die Zukunft plant die Casa Nostra ein eigenes Operationshaus, um Kosten für den Weg zum Tierarzt zu sparen. Doch fehlen, so Runte, die finanziellen Mittel. Ebenso werden Flugpaten dringend gesucht.
Kontakt unter: 0461 – 99570839
Mie Runte: heiner.runte@yahoo.de









Palermo, ITALY